Samstag, 22. September 2007

Gespräch mit einer misshandelten Hündin

Ich habe vor ein paar Tagen eine Hündin, die früher misshandelt wurde, energetisch behandelt und mit ihr kommuniziert. Dabei meinte sie, dass sie etwas zu sagen hätte, was für alle Menschen bestimmt sei.
Das ist ihre Botschaft:

Ich war noch ein Welpe, als ein Mann mit mir und meinen Geschwistern schlimme Dinge gemacht hat. Wir waren ihm völlig ausgeliefert - mit unserer Mutter in einem Raum eingesperrt. Aber auch, wenn wir nicht eingesperrt gewesen wären, wir wären dennoch bei ihm geblieben. Es ist irgendwie ein Teil von uns - wir lieben auch die Menschen, die uns schlagen, treten, misshandeln. Wir sind einfach so. Wir bleiben bei euch, egal, wie ihr uns behandelt. Damit geben wir euch die Möglichkeit, diese bedingungslose Liebe zu erleben und verantwortungsvoll damit umzugehen.

Es ist die Liebe, die da ist, auch wenn ihr eure dunkelsten Seiten auslebt. Die Liebe die da ist, wenn ihr fröhlich seid oder wenn ihr traurig seid. Die Liebe, die nicht wertet, die nicht zu manipulativen Zwecken zeitweilig entzogen wird. Die Liebe, die euer Herz so unendlich braucht.

Wir Hunde sind bei euch, wenn ihr die göttliche Liebe nicht annehmen könnt, weil sie euch zu abstrakt und zu feinstofflich ist. Wir sind bei euch, wenn ihr einfach jemand zum Kuscheln braucht und das in euer Gesellschaft zwischen Menschen nicht so üblich ist. Wir sind bei euch, wenn ihr euch entschlossen habt, euch von der Liebe zu entfernen und andere Seiten auslebt: Zorn, Wut, Aggression, Hass, Misshandlung, Unterdrückung, Neid, Eifersucht... Die Emotionen und Handlungen, die euer Herz so unglücklich machen. In diesen Zeiten sind wir euch bei euch und lieben euch mit unserem ganzen Wesen. Schlecken euch ab, kuscheln mit euch, himmeln euch mit unseren Blicken an. Wir sind für euch der Beweis auf dieser Erde, dass ihr immer geliebt werdet, egal was ihr tut. Dass die bedingungslose Liebe nie endet, egal was ihr tut.

Und deswegen seit ihr gefragt: macht euer Herz auf, öffnet euch unserer Liebe und kehrt eurer liebevollen Seiten ans Tageslicht. Sorgt für uns, knuddelt uns, gebt uns eure Liebe und eure Wärme. Nicht, weil wir euch sonst nicht lieben würden. Sondern einfach, weil es euch selbst so gut tut, wenn ihr Liebe gebt und lebt.

Und macht es den Menschen klar, was sie tun, wenn sie uns schlagen, treten, missbrauchen, misshandeln... Wie viel Leid und wie viel Angst sie verursachen. Und auch, wie sehr sie sich selbst damit weh tun!

Sonntag, 9. September 2007

Vogelgrippe

Aus Angst vor der Vogelgrippe sollen in den nächsten Tagen 205.000 Enten in einer Tötungsanlage ihr Leben beenden. In einer solchen Anlage könen 3000 Enten pro Stunde getötet werden, liest man.

Ich fuhr gerade nach Hause, als ich heute Abend im Radio diese Nachrichten hörte. Mir fiel ein, wie ich auf meiner Website geschrieben hatte, welchen Stellenwert Tiere für mich auf dieser Welt haben. Ich hatte damals geschrieben:

Tiere sind göttliche Geschöpfe. Nicht mehr oder weniger, als wir Menschen. Alle göttliche Geschöpfe haben ein Recht auf ausreichende Nahrung, einen angemessenen Lebensraum, ein Leben in Freiheit und Würde.

Ich frage mich, wie ich es ertragen kann, wie die Menschheit mit den Tieren umgeht. Wie ich so viel Tierleid rund um mich herum ertragen kann. Und so viel Menschenleid. Wie sehr haben wir unser Herz verschlossen, dass wir so leben können? Wie können wir glücklich sein, wenn rund um uns Menschen und Tiere qualvoll sterben? Wie schafft es jemand, in einen Supermarkt zu gehen und eine in Plastikfolie eingeschweißte Leiche eines Tieres einzukaufen, zu braten und zu essen? Wie habe ich das jahrelang geschafft?

Botschaft einer Entenseele:
Bedauere nicht uns - bedauere die Menschen, die es nicht im Herzen fühlen, wenn sie von unserem Tod erfahren.
Sie sind wahrlich tot.
Was ist das für ein Leben, abseits von Liebe. Die Liebe zu allem, was ist. Und damit die Liebe zu allen göttlichen Geschöpfen.
Manche Menschen sagen, es sei richtig, dass Tiere getötet werden und auf den Tellern der Menschen landen. Wer mit richtig und falsch argumentiert, hat noch nicht begriffen, was das Leben ausmacht. "Richtig und falsch" ist eine Illusion. Die einzige Realität ist die Liebe.
Fragt und bittet uns in Liebe, ob wir euch dienen wollen, ob unser Fleisch euch nähren darf. Und wählt diejenigen von uns, die euch freiwillig dienen wollen. Wählt sie aus und tötet sie in voller Liebe, ohne eure Gefühle dabei zu unterdrücken, ohne euer Herz zu verschließen. Und dann bereitet die Körper voller Liebe und Dankbarkeit zu und mit jedem Bissen Fleisch, den ihr zu euch nehmt, dankt und ehrt diejenigen von uns, die euch ihr Leben gegeben haben.

Und fragt euch bitte, ob es wirklich ein Herzenswunsch von euch ist, Fleisch zu euch zu nehmen. Wenn nicht, dann verzichtet bitte darauf.
Aber ihr die verzweifelt angesicht dieser Massentötungen: vergesst nicht, dass der Tod letztendlich eine Gnade ist! Jede Ente, die jetzt durch einen Stromschlag stirbt, muss nicht ihr Leben weiter in einer "Fabrik" fristen, sondern darf über die Regenbogenbrücke... ins Licht, in die bedingungslose Liebe.

Samstag, 8. September 2007

Tierleid

Ich habe immer wieder davon gehört und gelesen, dass in manchen Tiergeprächen mit leidenden, misshandelten, gefolterten oder zum Schlachten bestimmten Tieren heraus kommt, dass die Tiere sich gerne für diesen Zweck hingeben. Dass sie sich aus Liebe zu uns Menschen dazu hingeben.

Meiner Erfahrung nach ist es sehr wichtig, zu unterscheiden, auf welcher Ebene man mit dem Tier kommuniziert. Denn auf Seelenebene kann ein Tier sein Leid sehr wohl als etwas sehen, was es gerne trägt, um damit einem höheren Zweck zu dienen. Wenn man also z.B. eine Ratte in einem Versuchslabor fragt, wie sie ihre Situation sieht - und man stellt die Frage ihrer Seele - dann wird die Seele der Ratte vielleicht sagen, dass sie gerne für einen bestimmten Zweck ihr Leben lässt. Fragt man aber das Tier selbst (über Kommunikation von Herz zu Herz) dann kommen meiner Erfahrung nach alle Emotionen, all die Verzweiflung, all die Hoffnungslosigkeit, all der Schmerz.

Man kann es sich so ähnlich vorstellen, als würde ein Mensch dazu befragt, wie er zu einem ärztlichen Eingriff steht. Wenn jemand z.B. Angst vor dem Zahnarzt hat und man fragt ihn, wie er zu einem Zahnarztbesuch steht, dann sieht die Antwort auf Seelenebene vielleicht so aus: "Es ist gut, dass ich zum Zahnarzt gehe, denn damit stelle ich mich meiner Angst und lerne, sie zu transformieren. Der Schmerz ist nur vorübergehend - nicht weiter wichtig. In der göttlichen Einheit gibt es keinen Schmerz, nur Liebe." Fragt man auf Herzensebene sieht die Antwort vielleicht so aus: "Ich kann einfach nicht zum Zahnarzt gehen, wenn es nicht unbedingt sein muss. Alleine der Geruch in der Zahnarztpraxis erfüllt mich mit absoluter Panik. Wenn ich auf dem Behandlungsstuhl Platz nehme, fühle ich mich wie vor einer Hinrichtung. Die Schmerzen sind unerträglich, ich kann es einfach nicht ertragen, so ausgeliefert zu sein, so ohnmächtig."

Als ich die Gespräche mit Leopold geführt habe (einem Schwein, das aus einer "Fleischfabrik" gerettet wurde), habe ich ihn bewusst nicht auf Seelenebene befragt, ich wollte wissen, wie seine Emotionen aussehen und nachvollziehen, warum er völlig panisch ist.

Es ist mir wichtig, hier zu unterscheiden, um nicht den Eindruck zu bekommen bzw. zu erwecken, die Tiere wären völlig damit einverstanden, dass wir ihnen teilweise unermessliches Leid zufügen.

Freitag, 7. September 2007

Seelenflüstern?

Der Name Seelenflüstern war eines Tages einfach "da". Ich war mir damals noch nicht sicher, was er für mich genau bedeutet. Es fühlte sich einfach stimmig an - und blieb stimmig. Nach und nach füllte er sich für mich dann auch mit Inhalt.

Alles begann mit der telepathischen Tierkommunikation. Ich besuchte ein Grundlagen-Seminar bei der genialen Birgit Brunner. Und war einerseits überrascht und andererseits doch einfach in dem bestätigt, was ich unbewusst schon mein ganzes Leben gewusst hatte: Menschen können mit Tieren sprechen! Seit ich in der Volksschule (im katholischen Religionsunterricht ;o) ) von Franz von Assissi gehört hatte, der sich mit Tieren unterhalten konnte, ließ mich dieses Thema nicht los. Als Kind war ich einfach nur verwundert, dass ich meine Tiere nicht verstehen konnte. Für mich war es selbstverständlich, dass Tierkommunikation möglich ist, dass es völlig natürlich ist. Ich habe aber erst Jahrzehnte später (im Tierkommunikations-Seminar) den Schlüssel zu meinen verschütteten Fähigkeiten wieder gefunden.

Wenn ich telepathisch Kontakt zu einem Tier aufnehme, dann kommuniziere ich hauptsächlich von meinem Herzchakra zu dem des Tieres und umgekehrt. Es sind zwar alle 7 Hauptchakren beteiligt, aber für mich steht das Herzchakra im Zentrum. Jedes Gespräch wird dadurch eingeleitet, dass ich dem Tier aus meinem Herzchakra heraus Liebe sende... das ist für mich die allerschönste Eröffnung eines Gesprächs. Und auf der liebevollen Energie, die zwischen den beiden Herzchakren fließt, baut dann das Gespräch auf. Für mich ist das eine Kommunikation von Herz zu Herz.

Mit der Zeit veränderten sich die Gespräche, die ich mit Tieren führte. Je mehr ich mich spirituellen Themen öffnete, desto häufiger führten auch die Tiergespräche in spirituelle Themen hinein. Ich durfte am Anfang ganz viel Heilung durch die Botschaften der Tiere erfahren.
Als ich in mich in einem Seminar mit der Kommunikation mit verstorbenen Tieren öffnete, betrat ich eine neue Ebene der Tierkommunikation. Die Kommunikation von Seele zu Seele. Und das ist für mich die Dimension, die der Name Seelenflüstern beschreibt.

Die Kommunikation auf Seelenebene ermöglicht es, das Tier einerseits "daran zu erinnern", dass es nicht nur aus einem sterblichen Körper besteht, sondern eine unendlich weise, leuchtende, mit allem verbundene Seele ist. Auf dieser Ebene nehmen die Botschaften der Tiere eine sehr spirituelle, weise Gestalt an. Es sind Botschaften, die uns unserer eigenen Spiritualität näher bringen könnnen, die für uns heilsam und Trost schenkend sind.

Eine verstorbene Katze sagte vor einigen Wochen zu mir, dass sie für ihr Frauchen eine "Rückverbindung zur göttlichen Quelle" ist. Dass sie in ihrem Katzenkörper ihrem Frauchen all die bedingungslose Liebe schenken konnte, die ihr Frauchen anders (noch) nicht annehmen konnte.
Ich nehme es in den Gesprächen mit Tieren oft genauso wahr, wie es diese Katze sagte - wir Menschen haben oft unser Herz (zum Teil) geschlossen. Und durch die Liebe eines Tieres kann es sich oft öffnen - kann die Liebe annehmen, die das Tier uns schenkt. Pure Herzheilung...

Für Seelengespräche mit Tieren habe ich dieses Weblog eingerichtet. Hier poste ich Gespräche, die über "normale" Tiergespräche hinausgehen. Gespräche, in denen uns die Tiere Weisheiten mitteilen, in denen ihre Seele zu uns spricht.

Sonntag, 22. Juli 2007

Gespräch mit einem Schwein

Auf einem Seminar mit Amelia Kinkade sollten wir mit einem geretteten Schwein aus einer "Fleischfabrik" sprechen. Leopold hat mich gelehrt, hinzusehen und dem Entsetzen über menschliche Grausamkeit nicht auszuweichen.

Kannst du bitte noch einmal wiederholen, was du mir auf dem Seminar über Fleischfabriken gesagt hast?

Ihr verschließt euer Herz, sonst könntet ihr es nicht ertragen, dass nicht weit von euren gemütlichen Wohnungen und Häusern täglich und in jedem Moment Tiere grausam gequält, misshandelt und getötet werden.
Ihr seht weg, weil ihr den Gedanken an uns und unser Leid nicht ertragen könnt.
Ihr versucht zu verdrängen, dass auf eurem Teller die Überreste eines traumatisierten Tieres liegen. Ihr esst unsere Angst, unsere Verzweiflung, unsere Ausweglosigkeit, unseren Schmerz, unsere Traurigkeit.

Ich bitte euch, seht hin. Seht hin, was ihr tut. Und tragt die Verzweiflung. Wir tragen sie doch auch. Ihr seid unsere Brüder und Schwestern. Wir sind alle Eins - verbunden miteinander. Wenn einer von uns leiden, leiden alle! Ihr wisst es ganz genau. Schaut euch die Bilder an! Seht bitte nicht weg. Wir geben unser Leben für euch. Das ist so ein großer Akt der Liebe. Seht wenigstens nicht weg!

Wie ist das Leben in einer Fleischfabrik?

So eng. So ein Gestank. Ich werde von anderen attackiert. Ich habe Angst. Bin ganz alleine in einer Masse meiner Artgenossen. Kein Raum. Keine Sonne. Kein Gras. Ich habe Schmerzen. Alles tut weh. Alle sind so verzweifelt. Wir wissen, was mit uns geschehen wird. Wir sind Nutztiere. Die Menschen benutzen uns. Wir fühlen uns benutzt.
Ich sehne mich nach meiner Mutter. Die Geborgenheit. Ihre Wärme. Ihre Liebe. Meine Mutter ist tot. Meine Geschwister wahrscheinlich auch. Ich will auch zu ihnen. Ich will endlich von hier weg.

Samstag, 3. März 2007

Gespräch mit einem Pitbull

Ich habe gestern die Geschichte eines Pitbull gelesen, der einen kleinen Hund getötet hat. Als ich darüber nachgedacht habe, bekam wie wie von selbst Kontakt zum Pitbull. Ich habe ihm ein paar Fragen gestellt:

Warum hast du den kleinen Hund getötet?

Aus Lust am Töten.

Was willst du uns lehren?

Eure eigenen Aggressionen. Es ist eine Perversion, so wie ihr Menschen lebt. Ihr hasst euch selbst, deswegen tötet und hasst ihr andere. Ich zeige auch diese reine, ursprüngliche Aggression. Würdet ihr euch lieben, könntet ihr auch andere einfach nur lieben. Jetzt habt ihr mich hinter Gitter gesperrt. So wie eure verdrängte Aggression. Eurer Perversion. Ihr sperrt sie ein (ins Unterbewusstsein), statt euch mit ihr auseinander zu setzen.

Warum hast du Lust am Töten, wie fühlt sich Töten an?

Gut - einfach gut. Es ist reine Extase. Reine körperliche Extase. Ich bin voll da. Alle Sinne ganz scharf. Mein ganzer Körper gespannt.

Denkst du auch darüber nach, dass du ein Leben beendest?

Nein, es ist meine Aufgabe zu Töten. Dazu wurde ich erzogen. Dazu kam ich zu meinem Besitzer. Um seine Aggressionen nach außen zu tragen. In ganz reiner Form zu leben. Es ist meine Bestimmung. Und es ist die Bestimmung der anderen Lebewesen, sich von mir töten zu lassen.
Versteht, dass nicht ich derjenige bin, der euer Leid verursacht. Das Leid der Hinterbliebenen. Der Menschen, die Angst vor "Kampfhunden" haben. Ihr verursacht dieses Leid selbst. Durch die Art, wie ihr miteinander umgeht. Wie ihr diese Welt gestaltet. Mit so viel Angst, so viel Aggression und viel zu wenig Liebe.

Empfindest du eigentlich Liebe?

Ich empfinde auch Liebe, vielleicht mehr als ihr. Ich tue alles, was ich tue, aus Liebe.

Wie kann das sein? Du tötest. Wie kannst du da von Liebe sprechen?

Du musst unterscheiden. Es gibt meinen Körper. Der ist auf Töten, auf Blut, auf dieses Gefühl der Extase programmiert. Ihr habt uns so gezüchtet, ihr Menschen. Als Tötungsmaschinen. Ihr wolltet uns genau so. Habt diese Eigenschaften, diese Aggression, in uns gefördert. Und jetzt habt ihr plötzlich Angst bekommen. Angst davor, in einen Spiegel zu blicken, wenn ihr uns anseht. Zu sehen, welche Aggressionen ihr in euch trägt. Damit könnt ihr nicht umgehen, daher wollt ihr uns wegsperren.
Das ist also mein Körper. Der ist so programmiert. Meine Seele empfindet nur Liebe. Für die Seele gibt es nur Liebe, sonst nichts. Und auf Seelenebene stelle ich mich aus reiner Liebe dazu zur Verfügung, euch eure Aggressionen zu spiegeln, indem ich töte. Körperlich geht es mir dabei gut. Seelisch auch, denn ich weiß, aus welchem Grund ich mich so verhalte.

Und geistig?

Geistig denke ich über das nach. Analysiere ich mein Verhalten. Vieles, was ich dir jetzt erklärt habe - über die Lust am Töten, eure Aggressionen, die ich euch spiegele, habe ich euch mit dem Geist erklärt. Das ist euer Zugang dazu. Ihr seid oft viel zu sehr geistig unterwegs. Ihr denkt und denkt und denkt... Statt in euch hineinzufühlen (Körper) oder eure Seele zu Rat zu ziehen.

Was können wir tun, was rätst du uns?

Setzt euch mit euren Aggressionen auseinander. Verdrängt sie nicht. Damit macht ihr sie nur größer und größer und größer. Wenn ihr Aggressionen empfindet, dann lebt sie auch in einem gewissen Rahmen. Unterdrückt sie nicht. Lebt sie körperlich aus. Ihr müsst ja nicht auf jemanden einschlagen. Aber schlagt auf etwas ein. Einen Sandsack. Oder betreibt Sport. Geht laufen. Schreit eure Aggressionen heraus. Schimpft, brüllt... Was auch immer ihr gerade braucht. Steht dazu, dass Aggressionen Teil eures Lebens sind. Lebt nicht nur das eine Extrem. Die Sanftmut, das Verständnis, die Zärtlichkeit. Aggressionen gehören dazu, bis sie eines Tages nicht mehr dazu gehören. Weil sie sich einfach erledigt haben. Aber nicht, wenn ihr sie unterdrückt.

Dienstag, 6. Februar 2007

Einfach nur hinsehen

Ich habe heute ein bisschen mehr verstanden, was Du meinst, wenn Du immer zu mir sagst, ich soll hinschauen. Ich sehe nicht hin. Ich nehme die Dinge nicht wahr.

Das ist schön :o) Ich meine, dass Du es mehr verstanden hast!

Die Menschen in meinem Leben und die Tiere - sie haben alle ihre Gründe, sich so zu verhalten, wie sie es tun. Ich bin immer ganz schnell darin, meine Schuld zu suchen. Meine Schuld, dass sie nicht mit mir reden wollen, dass sie nicht gut drauf sind. Oder meine Unzulänglichkeit. Ich suche die Schuld immer bei mir, bin so in meine eigenen Emotionen verstrickt, dass ich nicht verstehe, was in den anderen vorgeht. Je näher ich mich ihnen fühle, desto schlimmer wird das. Du weißt doch auch, dass ich immer die Schuld an Deinem Augenproblem bei mir gesucht habe...

Warum glaubst du, das du Schuld bist?

Ich habe immer das Gefühl, für alle da sein zu müssen und alles gut zu machen. Alles heil zu machen. Alle "zu retten".

Das ist ein Unsinn, das weißt du, oder?

Mein Kopf weiß es, aber nicht mein Bauch, offensichtlich.

Dann werde ich Deinem Bauch mal ein bisschen "Futter" geben :o) Hör mal zu:
Wir sind sehr miteinander verbunden. Vieles tragen wir gemeinsam. Ich spiegle dich, du spiegelst mich. Wir sind uns sehr ähnlich. Dein Problem ist mein Problem, deine Freude ist meine Freude. Aber doch sind wir zwei verschiedene Wesen, mit ihren eigenen Bedürfnissen und ihren eigenen Themen. Ich habe meine Themen - manche davon habe ich ganz persönlich. So sehr Du Dich auch anstrengst, Du kannst sie mir nicht abnehmen. Weil nur ich sie lösen kann. Manches kann man nicht einfach so zum verschwinden bringen. Manchmal muss man einfach akzeptieren, dass jemand eine Krankheit hat. Du weiß ja nicht, wozu sie gut ist. Und dass sie gut ist, dass ist doch selbstverständlich. Alles ist gut so, wie es ist. Das klingt radikal, ich weiß, aber es ist eine tiefe Wahrheit.
Mein Auge ist gut so, wie es ist. Fühle diese Aussage. Ganz tief in Dir drin. In Deinem Bauch, Deinem Herzen. Es ist gut, mein Auge ist gut so, wie es ist. Ich trage dieses Thema selbst. Du kannst mir beistehen. Du kannst mir helfen, mich unterstützen. Es tut sehr gut, wenn Du mich behandelst. Aber wenn ich nicht dazu bereit bin, das Problem zu lösen, dann kannst Du das nicht für mich tun. Es geht einfach nicht!
Du lernst an und mit mir. Wir beide lernen sehr viel mit- und voneinander. Ich Deine Gelassenheit, Du, gelassen zu sein [lacht]. Wir lernen beide Vertrauen. Einander vertrauen. Und wenn noch nicht die Zeit ist, meinen Konflikt zu lösen, dann ist das so. Du kannst immer wieder gegen die Wand laufen, sie wird deswegen nicht nachgeben. Du kannst es nicht erzwingen, mich zu heilen.

Ich weiß, das habe ich schon verstanden. Dennoch möchte ich einfach etwas tun, damit wir beide gemeinsam freier, glücklicher, heiler sein können. Die Liebe voll zulassen können. Und an andere weiter geben.

Ja, das ist gut so. Aber miss es bitte nicht an meinem Auge, wie unsere Fortschritte sind. Ist es nicht ein Riesen-Fortschritt, dass wir beide akzeptieren konnten, dass sich mein Auge so verschlimmert hat? Ist es nicht toll, dass wir beide trotzdem das Leben genießen können. Dass Du Deine Schuldgefühle losgeworden bist? Dass Du es inzwischen akzeptierst, dass es nicht immer Heilung geben kann. Bzw. dass Heilung nicht immer bedeutet, dass alle Organe wieder reibungslos funktionieren. Dass Wunder auch so aussehen können, als wären sie gar keine. Da sind wir wieder beim Hinsehen. Du siehst mich und was siehst Du dann? Ein Pferd mit einem Augenproblem, oder ein hoch-geistiges, spirituelles Wesen, mit dem Du eine vielschichtige Beziehung hast. Mit dem Du geistig kommunizierst, dem Du aber auch den Hintern auswischt, wenn es Durchfall hat ;o)

Das stimmt, ich sehe viel zu sehr das Problem!

Ja! Viele Menschen tun das. Sie sehen ein Wesen und sehen sofort das, was nicht perfekt ist, was ihnen nicht gefällt, mit dem sie nicht zurecht kommen, was nicht heil ist. Sie sehen aber nicht hinter diese Sache, diese Eigenschaft, diese Krankheit.

Weil sie sich so stark mit sich selbst beschäftigen. Was das mit ihnen macht, dass jemand z.B. eine Krankheit hat.

JA! Oder was das mit ihnen macht, dass ein anderer Mensch nicht die selben Träume hat wie man selbst.

Ja, Du hast recht. Über das habe ich heute nachgedacht. Ich sehe das, was mich fertig macht. Und das wird riesengroß und überschattet alles. Das Problem ist nur, ich weiß gar nicht, warum sich die andere Person so oder so verhält. Irgendwelche Dinge sagt, nicht dieselben Träume hat wie ich. Bzw. ich schließe ja nur drauf, dass die Träume anders sind, drehe mich ständig im Kreis. Bin sauer, traurig, niedergeschlagen, weil meine Erwartungen nicht erfüllt werden, versuche mich, von meinen Erwartungen zu befreien. Drehe mich ständig im Kreis!

Wieso hast Du Erwartungen?

Wahrscheinlich, weil ich einen Mangel empfinde. Eine Sehnsucht. Eine Leere in mir, die ich versuche, zu füllen.

Mit einer anderen Person.

Ja, irgendwie schon. Ich weiß, dass das falsch ist, versuche es auch nicht zu tun, und bin schon sehr erfolgreich gegen früher.

Es geht aber nicht darum, dass Du dagegen ankämpfst. Es geht darum, zu sehen, wo Dein Mangel liegt und ihn mit Liebe zu füllen.

Wie tue ich das?

Du denkst immer so personenbezogen nach. So irdisch. So 3-dimensional. :o) Alles ist da. In Hülle und Fülle. Liebe, Geborgenheit, Licht, Heilung. Du musst es Dir nur nehmen, es nur zulassen. Es ist so viel Liebe da, das kannst Du gar nicht erfassen. Und Du läufst Menschen hinterher, stehst vor ihnen und wartest, dass sie sich Dir gegenüber so verhalten, dass Du Dich geliebt fühlst. Diese Menschen fühlen sich aber selbst nicht geliebt, nicht geborgen. Wie sollen sie es dann Dir immer geben können?

Ja, Du hast recht. Nur manchmal bin ich eben nicht gut genug drauf, mich energetisch mit der höchsten Quelle zu verbinden und Licht und Liebe in mich einfließen zu lassen. Ich bin dann so traurig, dass ich das nicht mehr zustande bringe.

Unsinn. Es ist immer da. Du brauchst nur Deine eigenen Schranken aufmachen. Sperr Dich nicht so viel gegen die Liebe. Nimm sie an. Du selbst hast Schranken aufgestellt. Du selbst kannst sie aber auch wieder aufmachen.

Danke, meine geliebte Maus!

Danke, auch geliebte Maus ;o)

:o)